MAR-gems Edelsteingrosshandel seit 1987 Die Fähigkeit, Steine zu schleifen, ist das Fundament. Erde, Luft, Feuer und Wasser, diese vier Elemente, welche das Universum beeinflussen: die Bewährungsprobe, in welcher Edelsteine geformt werden und der Ursprung ihrer ewigen elementaren Macht.
MAR-gems                                           Edelsteingrosshandel seit 1987                                                                                                                                   Die Fähigkeit, Steine zu schleifen,                                                                                                                      ist das Fundament.                                                                                                          Erde, Luft, Feuer und Wasser,                                                                                                                      diese vier Elemente,                                                                                                                       welche                                                                                                         das Universum beeinflussen:                                                                                                                  die Bewährungsprobe,                                                                                                                    in welcher Edelsteine                                                                                                                             geformt werden                                                                                                                         und der Ursprung                                                                                                                                  ihrer ewigen                                                                                                                       elementaren Macht.                                                                                          

Gemmologie - Edelsteinkunde

Edelsteine, organische Substanzen und künstliche Produkte - Terminologie und Einteilung

In der Edelsteinkunde / Gemmologie erfolgt eine Einteilung der Materialien und Produkte nach einer grundlegenden Festlegung:

1.) natürliche Materialien
2.) künstliche Produkte


Künstliche Produkte unterteilt man in
a) rekonstruierte Steine
b) zusammengesetzte Steine
c) synthetische Steine
d) künstliche Steine
e) Imitationen

Dann gibt es die Kategorie "veränderte Steine" deren Behandlungen nicht deklarationspflichtig sind wie:
4.1.3.1.1 Farblose Stoffe, die in Rissen vorhanden sind
4.1.3.1.2 Wachsen der Oberfläche
4.1.3.1.3 Erhitzen
4.1.3.1.4 Bleichen

und jene Behandlungen, welche deklarationspflichtig sind wie
4.1.3.2.1 Künstliche Bestrahlung
4.1.3.2.2 Diffusionsbehandlung
4.1.3.2.3 Färbemittel oder andere farbgebende Stoffe
4.1.3.2.4 Riss- oder Hohlraumfüllung
4.1.3.2.5 Imprägnierung
4.1.3.2.6 Überzug

*Stand CIBJO Farbsteinkommission 2007-1 Das Edelstein Buch
Edelsteine, organische Substanzen und künstliche Produkte - Terminologie und Einteilung.
 

Bewertungskriterien - Graduierungsmerkmale       die 4 bzw 5 C's

Die meisten kennen den Begriff "die 4 C's" - die Fachbranche dagegen spricht auch von den "5 C's".  Was steckt dahinter?

 

Vier Kriterien bestimmen den Wert eines Diamanten und damit auch seinen Preis.

 

Ursprünglich wird das Graduierungssystem bzw. Bewertungskriterium für Diamanten gehandhabt. Hier gibt es bestimmte Normen, wie die RAL 560 A 5 E, die Skandinavische Diamantnomenklatur, Empfehlungen der Schweizerischen Gemmologischen Gesellschaft, der "Proposed Diamond Grading Society" sowie der American Gem Society bzw. der CIBJO.

Carat (Gewicht)
     Das Gewicht eines Diamanten wird in Carat gemessen. Ein Carat sind 0,2 Gramm. Der Begriff 

     Carat leitet sich von der griechischen Bezeichnung für das Samenkorn des Johannisbrotbaums

     ab. Die getrockneten Samen haben stets dasselbe Gewicht und diese wurden daher früher zum

     Wiegen von Diamanten benutzt.
     Man merke sich daher:
     1ct = 0,2gr
     1gr = 5ct
Colour (Farbe)

     Beim Diamant beurteilt der Diamantgutachter die Farbe danach, wie nahe der Stein der 

     Farblosigkeit kommt. Dazu gibt es nach internationalen Normen graduierte Mustersets.
     Die Farbbezeichnungen gehen von Hochfeines Weiß (River) = D und E, Feines Weiß (Top

     Wesselton) = F und G, Weiß (Wesselton) = H, Leicht getöntes Weiß (Top Crystal) = I und J, 

     Getöntes Weiß (Crystal) = K und L bis hin zu Getönt 1 (Top Cape) = M und N sowie Getönt 2

     (Cape) = O. Unter "Fancies" versteht man Diamanten in den Farben Rot, Pink, Blau und Gelb.
Clarity (Reinheit)

     Die Reinheit eines Diamanten wird danach beurteilt, wie frei er von Einschlüssen ist. Auch hier

     gibt es internationale Graduierungsstandards.
     fl = flawless = auch bei 10-facher Vergrößerung lupenrein = keine Einschlüsse und keine

     äußeren Fehler erkennbar)
     if = internally flawless = bis auf mögliche Oberflächenspuren von der Verarbeitung lupenrein
     vvs1 / vvsi = very, very small inclusions = Einschlüsse sind auch bei zehnfacher Vergrößerung

     nur sehr, sehr schwer zu erkennen
     vvs2 = very, very small inclusions = Einschlüsse sind auch bei zehnfacher Vergrößerung nur sehr

     schwer zu erkennen
     vs1 / vsi = very small inclusions = Einschlüsse sind bei zehnfacher Vergrößerung schwer zu

     erkennen
     vs2 = very small inclusions = Einschlüsse sind bei zehnfacher Vergrößerung zu erkennen
    si1 = small inclusions = Einschlüsse sind bei zehnfacher Vergrößerung leicht zu erkennen
     si2 = small inclusions = Einschlüsse sind bei zehnfacher Vergrößerung, jedoch nicht mit bloßem

     Auge sehr leicht zu erkennen
     pi1 = Piqué I = Einschlüsse mit bloßem Auge gerade noch erkennbar,

     mindern die Brillanz jedoch nicht
     pi2 = Piqué II = Einschlüsse mit bloßem Auge erkennbar, mindern die Brillanz schwach
     pi3 = Piqué III = Einschlüsse mit bloßem Auge leicht erkennbar und mindern die Brillanz deutlich
Cut (Schliff)

     Mit Schliff ist nicht die bildliche Außenumrandung (rund, oval, Octagon, Trillion, etc.) des Steines

     gemeint, sondern die Schliffgüte in Form vom guter Proportion, Größe der Facetten, exakte

     Winkel und meeting-points. So darf sich auch nur "Brillant" nennen, wenn der Diamant im

     Brillantschliff geschliffen ist. Dieses Schliffbild ist standardisiert und hat 32 Facetten im Oberteil

     und 24 Facetten im Unterteil plus Tafel plus Kalette. Die richtige Bezeichnung heißt dennoch

     "Diamant im Brillantschliff".
Convidence (Vertrauen) und/oder Country (Herkunftsland)
     Das fünfte C gewinnt angesichts der Diskussionen um Diamanten aus Konfliktgebieten, durch

     Bestrahlung gefärbte Steine und Synthesen immer mehr an Bedeutung. Das C für Confidence

     steht für aus legalen Quellen stammende Edelsteine und daß diese nicht zur Finanzierung von

     Bürgerkriegen oder Terrorismus verwendet werden. Im Fall von Diamanten ist dies Dank der

     Vereinten Nationen und des Kimberley-Prozesses möglich.

     Seit kurzem gibt es übrigens zum Punkt Confidence (Vertrauen) die neue
DIN EN ISO

     18323:2015-11 mit dem Titel: Schmuck - Kundenvertrauen in die Diamantindustrie.

 


Für Farbedelsteine allgemein gibt es teils noch nicht generell festgelegte Nomenklaturen. Die GIA beispielsweise hat für Rubin, Saphir und Smaragd Colour Grades, im Tansanitbereich gibt es eine Richtlinie des Tanzanite Quality Scale der Tanzanite Foundation, anhand welcher die DSEF (Deutsche Stiftung Edelsteinforschung) seit 2008 Tansanite graduiert.

Was bei Colour (Farbe) beim Diamant die Farblosigkeit wertig macht, wird bei den Farbedelsteinen im Handel auch oftmals definiert in GEM für hervorragend, exzellent und dann abstufend AAA, AA, A, AB, B.

Um in Handel auch die Qualitäten transparenter und intransparenter Edelsteine definieren zu können, gibt es diese 4 C's (bzw. 5 C's) auch bei weniger teuren Edelsteinen. So ist man beispielsweise auch in der Lage, intransparente Edelsteine in die Qualitäten GEM, AAA, AA, A, AB und B einstufen.

Bei Farbedelsteinen bedeutet das 5te C auch = Country (Herkunftsland)
Wichtig ist dies insbesondere bei bestimmten hochwertigen sehr begehrten Edelsteinen und ihren dementsprechenden Herkunftsländern wie Paraiba-Turmalin, Burma-Rubin, Kashmir-Saphir etc.

veränderte Edelsteine / Behandlungen

"Mutter Natur" reicht manchmal dem Menschen nicht aus und meist werden dann aus kommerziellen Gründen Veränderungen durchgeführt.  So erfordern 1) Ölen, Wachsen, Erhitzen und Bleichen lediglich eine allgemeine Information über die Veränderung, 2) spezielle Information = deklarationspflichtig sind Behandlungen wie künstliche Bestrahlungen, Diffussionsbehandlungen, Färbemittel oder andere farbgebende Stoffe, Riß- oder Hohlraumfüllungen, Imprägnierungen und Überzug.
Beispiel:
Für die Behandlung von Diamant gibt es verschiedene Möglichkeiten. Soll die Farbe des Diamant verbessert werden, kann eine Hitzebehandlung in Frage kommen, in Form von daß Farbe von außen in den Diamanten eingebracht wird und/oder wenn Farben bereits im Stein vorhanden sind, diese durch die Hitzebehandlung stärker hervorgebracht werden sollen.

Als weitere Behandlung kann das HPHT-Verfahren zur Anwendung kommen. Bei diesem wird der Diamant auf Temperaturen zwischen 2300ºC und 2500ºC erhitzt.

Eine weitere Form der Behandlung für Diamant wäre die Laserbehandlung. Mit dieser lassen sich im Diamanten befindliche, kleine Einschlüsse entfernen. Die Laserbehandlung dient der Reinheitsverbesserung.

Blaue Diamanten beispielsweise sind sehr selten und dementsprechend sehr teuer. Um die blaue Farbe zu erzeugen wird oftmals  künstlich farbverändert. Meist nimmt man als Ausgangsstoff  braunen Diamant und "entfärbt" diesen.

 

Im Foto ein  HPHT-farbbehandelter Diamanten in petrolblau = Ocean Blue

(Weiße) Topase werden schon seit vielen Jahrzehnten bestrahlt, es gibt hier verschiedene Verfahren. Auf jeden Fall müssen Edelsteine, die behandelt sind, auch als solche deklariert werden. Auf gezielte Nachfrage muß der Verkäufer auch in der Lage sein, die Behandlung zu nennen!
Bekannt sind beispielsweise:
behandelter Topas Sky Blue
behandelter Topas Swiss Blue
behandelter Topas London Blue

Die Sky Blue Farbe entsteht durch eine Elektronenbestrahlung mit anschließendem Erhitzungsprozess. Normalerweise ist hier die Elektronenbestrahlung nur schwach und es entsteht keine Radioaktivität.

Die Swiss Blue Farbe entsteht durch eine Kombination von Neutronen- und Elektronenbestrahlung. Diese Swiss Blue Farbe ist auch bekannt unter American Blue, California Blue und Super Blue.

Die London Blue Farbe ist eine reine Neutronenbestrahlung und es entsteht auf jeden Fall Radioaktivität.

Da bei diesen zuletzt genannten Verfahren Radioaktivität entsteht, ist für Rohwarenhändler eine Beachtung der Zerfallzeit notwendig. Bestrahlt wird meist schon die Rohware, damit, bis die Rohware zum Schleifer kommt, die Radioaktivität zurückgegangen ist. Es ist daher unwahrscheinlich, daß behandelte blaue Topase, wenn sie in den Handel gelangen, noch Radioaktivität aufweisen.

Die Farben bei Sky Blue, Swiss Blue und London Blue sind farbdurchgängig.

 

Dann gibt es noch diffussionsbehandelte Topase, hier ist die Farbe dann nur millimeterdünn auf den bereits fertig geschliffenen Topas aufgebracht. Meist auch nur an der Unterseite und die original (weiße) Farbe kommt dann meist beim Überschleifen bzw. Überpolieren zum Vorschein. Die Diffussionsbehandlung ist eine Hochtemperaturbehandlung unter Zugabe von farbgebenden Elementen. Am bekanntesten sind hier die verschiedenfarbigen Topase wie Aqua Blue, Ice Blue, Paraiba Blue, Kashmir Blue und die farbigen Varianten Rainforest, Honey, Poppy, Baby Pink, Pink, Blazing Red, Violac etc.

Künstliche Produkte - künstliche Steine

Künstliche Steine sind von "synthetischen Steinen" in der Edelsteinkunde / Gemmologie strikt zu trennen.

Lt. CIBJO Nomenklatur sind künstliche Steine künstliche kristalline Materialien - ohne bekannte Entsprechungen (Vorbilder) in der Natur.

Namen von künstlichen Produkten bzw. künstlichen Steinen sind beispielsweise:
Bismut-Germanat

Cubic Zirconia
Djevalith
Fabulit
Fianit
Gadolinium-Gallat
Linobat
Lithium-Fluorid
Lithium-Niobat
Lithium-Tantalat
Mangan-Fluorid
Rubidium-Mangan-Fluorid
Strontium-Titanat
YAG
Yttrium-Orthoaluminat
Zirkonia

Diesen Bezeichnungen darf kein "synthetisch" vorneanstehen, da es keine Synthesen zu einem physikalisch und chemisch gleichem Pendant sind, welche in der Natur vorkommen.

Künstliche Produkte - synthetische Steine

"Synthetisch" darf sich in der Edelsteinkunde / Gemmologie nur nennen, wenn das künstliche Produkt im Wesentlichen die gleiche chemische Zusammensetzung, die gleichen physikalischen Eigenschaft und die gleiche Kristallstruktur hat, wie das natürlich entsprechende Vorbild in der Natur.


Man trennt somit in der Edelsteinkunde "synthetische Edelsteine" von "künstlichen Steinen"; wobei künstliche Steine künstliche kristalline Pordukte sind, ohne bekannte Entsprechungen in der Natur zu haben.

Synthetische Edelsteine sind somit beispielsweise nur:
synthetisch Diamant
synthetisch Korund Rubin
synthetisch Korund Padparadjah
synthetisch Korund Saphir
synthetisch Korund in verschiedenen Abfarben
synthetisch Quarz
synthetisch Beryll Smaragd
synthetisch Beryll Morganit
synthetisch Beryll Aquamarin
synthetisch Chrysoberyll Alexandrit

synthetisch Moissanit
synthetisch Opal
synthetisch Jade
synthetisch Turmalin
synthetisch Spinell in verschiedenen Farben
synthetisch Cassiterit
synthetisch Greenockit
synthetisch Lapislazuli
synthetisch Rutil
synthetisch Scheelit
synthetisch Sphalerit
synthetisch Türkis
synthetisch Wurtzit

Verschiedene Synthesen können in verschiedenen Kristallzüchtungsverfahren hergestellt werden.

Die bekanntesten Begriffe aus der Kristallzüchtung sind
Hydrothermalverfahren
Kristallzüchtung aus der Schmelze
Verneuil-Verfahren
Flammenschmelzverfahren
Züchtung aus schmelzflüssiger Lösung
Flux-Melt
Diffussionsschmelzverfahren
Gradientenverfahren
Kühlungszüchtung
VGF-Verfahren (vertical gradient freezing)
Czochralski-Verfahren
Tiegelziehverfahren
Ziehen aus der Schmelze
Bridgman-Verfahren
Stepanov-Verfahren = modifiziertes Czochralski-Verfahren
E.F.G.-Verfahren ((Edge-defined, Film-fed Growth))
HPHT -Verfahren (englisch: high-pressure high-temperature)
CVD - Verfahren (chemische Gasphasenabscheidung )
Hochdrucksynthese

Verschiedene Synthesenproduktionen wurden eingestellt, da sie sich kommerziell nicht gelohnt haben wie beispielsweise bislang der synthetische Turmalin. Die meisten im Handel erhältlichen Turmalinimitationen sind synthetisch Spinell grün Turmalin aus der Verneuilsynthese. Eine Bezeichnung "synthetisch Turmalin" ist hier nicht korrekt, die richtige Bezeichnung muß lauten "synthetisch Spinell grün Turmalin" oder "turmalinfarbener synthetischer Spinell".

Künstliche Produkte - zusammengesetzte Steine

Zusammengesetzte Steine sind künstliche Produkte, bestehend aus zwei oder mehr ursprünglich separaten Teilen und/oder Schichten, welche durch Bindung oder andere künstliche Methoden zusammengefügt wurden. Ihre Bestandteile können natürlichen und/oder künstlichen Ursprungs sein.

 

Zusammengesetzte Steine sind beispielsweise
Dubletten / Doubletten
Tripletten

Künstliche Produkte - Imitationen

Imitationen sind künstliche Produkte, welche das Aussehen von Edelsteinen, Schmucksteinen oder organischen Substanzen imitieren, ohne deren chemische Zusammensetzung und/oder deren physikalischen Eigenschaft und/oder deren Kristallstruktur zu besitzen.

 

Edelsteinimitationen sind beispielsweise
Glas
Glaskeramik
Keramik
Kunststoff

 

Als Glassteine bzw. Glaskeramik beispielsweise sind bekannt: Simili, Apinite, Nanogem etc.


In diesem Zusammenhang sei zu erwähnen, daß alle Handelsnamen, egal ob alt oder neu, der CIBJO zur Anerkennung und Aufnahme in das Blue Book unterbreitet werden müssen.

Seit ca. 2013 am Markt: Die für den Schmuckbereich gießfähige Glaskeramik Nanogems, Nanocrystal, Nanosital, Nano etc. / Beispielfarben siehe untenstehende Fotos:

Künstliche Produkte - rekonstruierte Steine

Rekonstruierte Steine sind künstliche Produkte, hergestellt durch Schmelzen ohne nachfolgender Kristallisation oder Zusammenfügen von natürlichen Materialien, um ein einheitliches Ganzes zu bilden.

 

Rekonstruierte Steine sind beispielsweise
rekonstruierte Koralle
rekonstruierter Türkis
rekonstruierter Azurit-Malachit

 

Edelsteinschliffe

Die Schliff-Form bezeichnet lediglich die äußere Form des geschliffenen Steins.

 

Diese sind: rund, Halbkreis (Halbmond), oval, Tropfen, Navette (Marquise), Carre (Viereck), Baguette (Rechteck), Octagon (Achteck), antik, 5-eck (Pentagon), 6-eck (Hexagon), Trapez, Sektor (Pie), Herz, Dreieck und einer Vielzahl von Fantasieformen.

Dann gibt es noch die speziellen Schliffe.

Grundsätzlich wird unterschieden in Glattschliff, Facettenschliff und gemischter Schliff.

Einen Glattschliff unterscheidet man in plan (eben) wie bei einer Ringplatte, mugelig (leicht gewölbt), Cabochon (ausgeprägter gewölbt), Kegel bis hin zum Spitzkegel, Kugel und Pampel. Bezeichnet wird dieser Glattschliff meist mit der Zusatzinformation "poliert".

Gemischte Schliffe sind ein Mix aus Facettenschliff und Glattschliff. Unten sind diese meist plan (eben) wie bei einem Cabochon das Unterteil und oben meist facettiert. Gängigstes Beispiel hierfür ist der Rosenschliff, ein im Oberteil facettierter Cabochon oder im Gegensatz dazu der Buff Top, welcher unten facettiert ist und oben mugelig poliert.

Facettenschliffe haben eine bestimmte und/oder unbestimmte Anzahl von Facetten wie zum Beispiel der Diamantschliff oder der Brillantschliff. Brillantschliff darf sich nur nennen, wenn 56 Facetten plus Tafel plus Kalette am Stein angebracht werden. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Standardschliffen und auch Sonderschliffen sowohl in der Edelsteinschleifindustrie als auch unter den Hobbyschleifern (vorallem denen aus der USA, die eine eigene Datenbank dafür haben). Eine vollständige Listung ist unmöglich, der Fantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt, zumal ein Schleifer die Facettenanlage des einen Steinoberteils mit der Facettenanlage eines anderen Steinunterteils kombinieren/variieren kann. Die allgemeine Bezeichnung lautet "facettiert". Im Speziellen erfolgt die Zusatzinformation des Schliffnamens wie Diamantschliff, Brillantschliff, Treppenschliff (Step Cut), Princess Cut, Scherenschliff, Smaragdschliff (Emerald Cut), Checkerboard, Chess Cut, Concave Cut, Rautenschliff, Rain Cut, Rivoli Cut, Spiegelschliff (Mirror Cut), Brückenschliff (Paramount Cut), Buff Top, Cushion Cut etc.

Runde Steine, bei welchen man denn Schliff nicht kennt und/oder ihn keinem bekannten Schliff zuordnen kann, nennt man Rundschliff und dann kommt im Speziellen der Schliff-Name wie 8/8 Achtkantschliff (bekannt bei den Diamanten), dem Diamantschliff (Diamond Cut) und dem Brilliant Cut (Brillantschliff) etc.

Der Smaragd, rund geschliffen in der Großindustrie beispielsweise kann weder dem 8/8 Achtkant noch dem Brillantschliff zugeordnet werden und wird daher, weil durch das Prinzip "je mehr Material desto teurer verkäuflich" keine so gute Proportion wie beispielsweise beim Diamant angelegt wird, nur "Rundschliff facettiert" genannt. Es wäre irreführend, dieses als Diamantschliff oder Brillantschliff zu deklarieren, wenn die Facettenanlage nicht dem jeweiligen Schliff-Diagramm zugeordnet werden kann.

Bei Facettenschliffen liegt im Oberteil, in der sogenannten Krone, die mittig liegende Tafel, dann folgen die Tafelfacetten, die oberen Hauptfacetten und die oberen Rundistfacetten.

 

Zwischen Oberteil und Unterteil liegt die Rundiste (Rondiste).

 

Im Unterteil sind die unteren Rundistfacetten und die unteren Hauptfacetten angebracht. Die sogenannte Spitze des Pavillon nennt man Kalette, es handelt sich dabei um eine winzige Facette, welche die Bruchgefahr der sogenannten Spitze verhindert.
 

Foto des Monats Foto des Monats © mar-gems

Mitglied im Förderring des Zentralverbandes der Deutschen Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere

 

Fachmitglied der Österreichischen Gemmologischen Gesellschaft (ÖGemG)

Kontaktadresse

MAR-gems

Am Roten Mäuerle 24

D-75181 Pforzheim

Tel.: +49 7231 68939

Fax: +49 7231 68531

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